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Traditioneller Holsteiner Katenschinken
Kaltgeräuchert Räucherschinken g.g.A. Katenschinken Holsteiner Schinken Traditionelles Handwerk 🌍 Norddeutsch 🌍 Holsteinisch 🍽️ Fleischgericht 🍽️ Aufschnitt 🍽️ Spezialität

Traditioneller Holsteiner Katenschinken

Der Holsteiner Katenschinken ist eine norddeutsche Delikatesse mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.). Durch das langsame Kaltgeräuchern über Buchenholz und eine monatelange Reifung entwickelt er seine charakteristische tiefrote Farbe, seine mürbe Textur und ein unvergleichlich mild-würziges Raucharoma.

💬 Diskussion 🧪 Nährwerte Kochen
👤 KochCode Team 📅 04.02.2026
public mode

Zutaten

Portionen
  • Schweineschinken
    Schweineschinken
    ganzer; Hinterschinken mit Knochen, ca. 10-12 kg
    1 Stück
  • 🥄
    grobes Meersalz oder Nitritpökelsalz
    500 g
  • 60 g
  • 🥄
    Wacholderbeere
    grob zerstoßen
    30 g
  • 🥄
    Schwarze Pfefferkörner
    frisch geschrotet
    20 g
  • 🥄
    Lorbeerblatt
    getrocknet; fein zerbröselt
    10 g
  • 🥄
    Pimentkorn
    zerdrückt
    5 g
  • 🥄
    Frische Wacholderzweige für den Rauch
Nährstoffdaten 5/8 Zutaten (63%)

🧮 Nährwerte pro Portion

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Vollständige Analyse

🧻 Verbrauchsmaterial

Buchenholzspäne zum Räuchern

💡 Wusstest du schon?

Der Holsteiner Katenschinken blickt auf eine über 400-jährige Geschichte zurück. Ursprünglich wurde er in den 'Katen' (kleinen Bauernhäusern) direkt über dem offenen Herdfeuer geräuchert. Seit 2012 schützt die EU dieses traditionelle Herstellungsverfahren als geografische Angabe, um die Qualität und den einzigartigen Geschmack dieser norddeutschen Ikone zu bewahren.

Arbeitszeit ca. 2 Std.
Kochzeit ca. 1344 Std.
Ruhe-/Ziehzeit ca. 2974 Std.
Gesamtzeit ca. 4320 Std.
Schwierigkeit Profi

Zubereitung

Vorbereitung und Trockenpökeln

  1. 1

    Fleisch vorbereiten

    Säubere den Schinken gründlich und entferne überschüssiges Fett sowie lose Fleischlappen (Parieren). Achte darauf, dass der Schinken eine gleichmäßige Form behält.

  2. 2

    Pökelmischung herstellen

    Vermische das Salz mit dem Zucker, den zerstoßenen Wacholderbeeren, Pfeffer, Lorbeer und Piment zu einer homogenen Gewürzmischung.

  3. 3

    Einreiben und Schichten

    Reibe den Schinken von allen Seiten kräftig mit der Pökelmischung ein. Lege ihn in den Pökelbehälter und lasse ihn an einem kühlen Ort (ca. 4-6°C) ruhen. Wiederhole diesen Vorgang einmal wöchentlich über einen Zeitraum von etwa 6 bis 8 Wochen, wobei der Schinken regelmäßig gewendet werden muss.

    • 💡 Die entstehende Eigenlake sollte im Behälter verbleiben, um den Pökelprozess zu unterstützen.

Durchbrennen und Trocknen

  1. 1

    Durchbrennphase

    Nimm den Schinken nach der Pökelzeit aus dem Behälter und wasche überschüssiges Salz kurz ab. Hänge ihn für ca. 3 Wochen in einen kühlen, gut belüfteten Raum. In dieser Zeit verteilt sich das Salz gleichmäßig bis in den Kern des Fleisches.

  2. 2

    Oberfläche trocknen

    Sorge dafür, dass die Oberfläche des Schinkens vor dem Räuchern absolut trocken ist, da er sonst einen säuerlichen Geschmack annehmen könnte.

Das Kaltgeräuchern

  1. 1

    Räuchervorgang starten

    Hänge den Schinken in die Räucherkate. Räuchere ihn über Buchen- oder Eichenholzspänen bei einer Temperatur zwischen 8°C und maximal 26°C.

  2. 2

    Intervall-Räuchern

    Räuchere den Schinken in mehreren Phasen über einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen. Gib für das besondere Aroma gelegentlich Wacholderzweige in die Glut.

    • 💡 Lasse dem Fleisch zwischen den Räuchergängen immer wieder Ruhepausen an der frischen Luft, damit der Rauch tief einziehen kann.

Reifung (Der Schinkenhimmel)

  1. 1

    Nachreifen

    Hänge den fertig geräucherten Schinken zur Endreifung in den 'Schinkenhimmel' – einen luftigen, kühlen Ort. Hier reift er für weitere 3 bis 6 Monate, bis er sein volles Aroma und die perfekte Konsistenz erreicht hat.

📸 Cook Snaps 1

Cook Snap von kochcode-team

@kochcode-team

Holsteiner Katenschinken-01 – Foto: Jocian (CC BY-SA 3.0)

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