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Traditionelle japanische Umeboshi (Salzpflaumen)
Fermentation Konservieren Umeboshi Salzpflaumen Shiso 🌍 Japanische Küche 🍽️ Beilage 🍽️ Grundrezept 🍽️ Fermentiertes

Traditionelle japanische Umeboshi (Salzpflaumen)

Umeboshi sind milchsauer vergorene und sonnengetrocknete japanische Pflaumen (Ume), die für ihr intensiv salzig-saures Aroma berühmt sind. Dieses Grundrezept nutzt die traditionelle Methode mit Salz und roten Shiso-Blättern für die charakteristische Farbe und Konservierung.

💬 Diskussion 🧪 Nährwerte Kochen
👤 KochCode Team 📅 03.02.2026
public mode

Zutaten

Portionen
  • 🥄
    reife Ume-Früchte
    Japanische Aprikosen
    1 kg
  • Salz
    Salz
    Meersalz; grob
    200 g
  • 🥄
    rote Shiso-Blätter
    Akajiso
    100 g
  • Salz
    Salz
    für die Shiso-Behandlung
    30 g
  • 🥄
    weißer Schnaps oder Shochu
    zum Desinfizieren
    100 ml
Nährstoffdaten 2/5 Zutaten (40%)

🧮 Nährwerte pro Portion

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Vollständige Analyse

🧻 Verbrauchsmaterial

Zahnstocher

💡 Wusstest du schon?

Umeboshi haben in Japan eine über tausendjährige Geschichte. Ursprünglich als Medizin und zur Wasserreinigung genutzt, wurden sie später zur unverzichtbaren Feldration der Samurai, um deren Ausdauer zu stärken. Die Kombination aus extremer Säure und hohem Salzgehalt macht sie zu einem der effektivsten natürlichen Konservierungsmittel der Welt.

Arbeitszeit ca. 1 Std.
Kochzeit ca. 72 Std.
Gesamtzeit ca. 73 Std.
Schwierigkeit Pfiffig

Zubereitung

Vorbereitung der Früchte

  1. 1

    Waschen und Entstielen

    Wasche die Ume-Früchte gründlich in kaltem Wasser und lasse sie gut abtropfen. Entferne mit einem Zahnstocher vorsichtig die kleinen schwarzen Stielansätze, ohne die Haut der Frucht zu verletzen.

  2. 2

    Desinfektion

    Sprühe die Früchte leicht mit Shochu oder hochprozentigem Alkohol ein. Dies verhindert die Bildung von unerwünschtem Schimmel während der langen Fermentationszeit.

Salzen und Pressen

  1. 1

    Schichten

    Gib eine Schicht Salz in den Boden des sterilen Gefäßes. Schichte abwechselnd Ume-Früchte und Salz hinein, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte eine dicke Salzschicht sein.

  2. 2

    Beschweren

    Lege den Pressdeckel auf und beschwere ihn mit einem Stein (ca. 1 kg Gewicht). Decke das Gefäß mit Papier ab und lagere es an einem kühlen, dunklen Ort. Nach einigen Tagen bildet sich eine Lake (Umezu).

    • 💡 Die Lake muss die Früchte komplett bedecken. Falls nicht, erhöhe vorsichtig das Gewicht.

Shiso-Behandlung

  1. 1

    Bitterstoffe entziehen

    Wasche die Shiso-Blätter und bestreue sie mit der Hälfte des Shiso-Salzes. Knete die Blätter kräftig, bis eine dunkle, bittere Flüssigkeit austritt. Gieße diese weg und wiederhole den Vorgang mit dem restlichen Salz.

  2. 2

    Hinzufügen

    Gib die ausgepressten Shiso-Blätter in das Gefäß zu den Ume-Früchten. Sie verleihen den Umeboshi die typische tiefrote Farbe und ein feines Aroma.

Trocknung und Reife

  1. 1

    Sonnentrocknung

    Sobald die heißesten Tage im Sommer kommen (meist Ende Juli), nimm die Ume aus der Lake und lege sie auf Bambussiebe. Trockne sie drei Tage lang in der prallen Sonne. Hol die Siebe nachts ins Haus.

  2. 2

    Lagerung

    Gib die getrockneten Früchte zurück in die Lake oder lagere sie trocken in sterilen Gläsern. Sie sind sofort essbar, entwickeln aber nach einem Jahr Lagerung ein noch komplexeres Aroma.

📸 Cook Snaps 6

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Umebosi Doyobosi – Foto: Naru-W at Japanese Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Umeboshi 20101209 c – Foto: Batholith (talk) (PUBLIC DOMAIN)

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Umeboshi 20101209 a – Foto: Batholith (talk) (PUBLIC DOMAIN)

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Umeboshi – Foto: SEKIUCHI (CC BY-SA 3.0)

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Onigiri and umeboshi by Kanko – Foto: Kanko* (CC BY 2.0)

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Makunouchi bento – Foto: Kanko* (CC BY 2.0)

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